Wie läuft eine logopädische Behandlung ab?

Einblicke aus der Praxis

Viele Menschen wissen, dass Logopädie helfen kann, sei es bei Sprachstörungen, Sprechproblemen, Stimmveränderungen oder Schluckbeschwerden. Doch bevor man den ersten Termin vereinbart, stellt sich oft eine entscheidende Frage, wie läuft eine logopädische Behandlung eigentlich ab?

In unserer Praxis nehmen wir Sie an die Hand, vom ersten Kontakt bis zum erfolgreichen Abschluss der Therapie. Dieser Beitrag gibt Ihnen einen transparenten Einblick in den Ablauf einer logopädischen Behandlung klar, verständlich und praxisnah.


Der erste Schritt: Die Verordnung (Rezept)

Logopädie ist in der Regel eine Heilmittelverordnung, die von Ärzt:innen ausgestellt wird. Das können unter anderem Hausärzte, Kinderärzte, HNO-Ärzte, Neurologen oder Kieferorthopäden sein. Auf dem Rezept steht:

  • die Diagnose (z. B. Sprachentwicklungsstörung, Stimmstörung, Schluckstörung)
  • die Art der Therapie (z. B. Sprachtherapie, Stimmtherapie)
  • die Häufigkeit (z. B. 1–2 mal pro Woche)
  • die Dauer der einzelnen Einheit (meist 45 oder 60 Minuten)

Tipp: Wer unsicher ist, ob Logopädie notwendig ist, kann sich vorab bei uns unverbindlich beraten lassen, auch ohne Verordnung.


Terminvereinbarung und Erstgespräch

Sobald Sie eine Verordnung haben, können Sie sich telefonisch oder per E-Mail bei uns melden. Wir finden gemeinsam einen passenden Termin und erklären Ihnen alles Weitere, transparent und freundlich.

Beim ersten Termin, dem sogenannten Anamnesegespräch geht es darum, Sie oder Ihr Kind kennenzulernen. Wir besprechen:

  • Ihre Beschwerden oder Ziele
  • den bisherigen Verlauf (z. B. Erkrankungen, Operationen, Entwicklung)
  • Ihre Wünsche und Erwartungen an die Therapie

Dabei nehmen wir uns viel Zeit und schaffen eine vertrauensvolle Atmosphäre, die Basis für jede erfolgreiche Behandlung.


Diagnostik fundiert und individuell

Nach dem Anamnesegespräch führen wir eine gezielte logopädische Diagnostik durch. Je nach Störungsbild kann das beinhalten:

  • Sprachtests (Wortschatz, Grammatik, Satzbildung)
  • Artikulationsüberprüfung (z. B. bei Lispeln oder Stottern)
  • Stimmdiagnostik (Klang, Tragfähigkeit, Belastbarkeit)
  • Schluckscreenings (Beobachtung von Kau- und Schluckverhalten)
  • Sprech- und Atembeobachtungen
  • ggf. Videoanalysen oder Tonaufnahmen

Die Ergebnisse helfen uns, ein individuelles Therapiekonzept zu erstellen, abgestimmt auf Alter, Bedarf, Motivation und Alltagssituation.


Die Therapie beginnt

Sobald alle Informationen vorliegen, startet die eigentliche Therapie. Sie findet in der Regel ein- bis zweimal pro Woche statt und dauert 45 Minuten (bei Kindern auch 30 Minuten).

Der Ablauf einer typischen Einheit sieht häufig so aus:

  1. Aufwärmphase: Stimmübungen, Atemtechnik, motorisches Einspielen
  2. Übungen nach Plan: Je nach Störungsbild von Silbenwiederholung bis hin zu komplexem Sprachtraining
  3. Anwendung im Alltag: Wir fördern gezielt die Übertragung des Gelernten in Schule, Beruf und soziale Situationen
  4. Feedback und Ausblick: Am Ende jeder Sitzung gibt es eine kurze Reflexion und ggf. Hausaufgaben

Unser Ziel ist es, Therapie nicht nur wirksam, sondern auch motivierend und alltagstauglich zu gestalten mit Spielen, digitalen Tools oder praxisnahen Materialien.


Verlaufskontrollen und Austausch

Regelmäßig überprüfen wir gemeinsam mit Ihnen den Fortschritt der Therapie. Was hat sich verbessert? Welche Hürden gibt es noch? Welche Ziele wurden erreicht?

Zusätzlich stehen wir im Austausch mit:

  • behandelnden Ärzt:innen
  • Erzieher:innen oder Lehrkräften (nach Einverständnis)
  • Angehörigen und Pflegepersonal

So sorgen wir für eine ganzheitliche und nachhaltige Förderung, besonders bei Kindern, neurologischen Patienten oder Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf.


6. Der Abschluss der Behandlung

Eine logopädische Therapie ist dann erfolgreich, wenn die individuellen Therapieziele erreicht wurden und das Erlernte im Alltag sicher angewendet werden kann. Der genaue Zeitpunkt variiert, manchmal sind wenige Einheiten nötig, in anderen Fällen dauert es mehrere Monate.

Nach Abschluss der Behandlung erhalten Sie auf Wunsch:

  • eine schriftliche Zusammenfassung für den Arzt
  • Tipps für die weitere häusliche Unterstützung
  • ggf. ein Folge-Rezept, wenn eine Weiterbehandlung sinnvoll ist

Und das Wichtigste: Wir feiern Ihre oder die Fortschritte Ihres Kindes, denn jeder Schritt zählt.


Häufige Fragen zur logopädischen Behandlung

Wie lange dauert eine logopädische Therapie?
Das ist sehr individuell. Manche Themen lassen sich in wenigen Wochen lösen, andere brauchen eine längere Begleitung. Wir passen die Therapie immer an Ihre Bedürfnisse an.

Wer übernimmt die Kosten?
Mit ärztlicher Verordnung übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten. Erwachsene zahlen in der Regel einen Eigenanteil (10 % der Kosten + 10 € pro Rezept), Kinder sind befreit. Privatpatient:innen erhalten eine Rechnung gemäß GebüTh.

Kann die Therapie auch online stattfinden?
Ja, unter bestimmten Voraussetzungen bieten wir auch Teletherapie per Video an, insbesondere für Patienten mit eingeschränkter Mobilität oder bei längeren Anfahrtswegen.


Ob Sprachentwicklung beim Kind, Stimmtraining im Beruf oder Schlucktherapie nach Schlaganfall, wir begleiten Sie mit Fachkompetenz, Geduld und Herz. In unserer Praxis für Logopädie in Dresden auf der Wiener Straße 40 stehen Sie als Mensch im Mittelpunkt. Vereinbaren Sie jetzt ein unverbindliches Erstgespräch, wir freuen uns auf Sie!


Logopädische Behandlung in Dresden, persönlich, professionell, wirkungsvoll.

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